Seit ich denken kann wollte ich Geigerin werden. Von klein auf bin ich mit Musik aufgewachsen, mit einem Geiger als Vater war Musik immer ein zentraler Bestandteil meines Lebens. 

Mit 11 Jahren kam ich bereits im Rahmen eines Vorbereitungslehrgangs an das Mozarteum in Salzburg, und dann später als ordentliche Studentin an die Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. 

Im Zuge meines Studiums faszinierte mich zunehmend der mentale Aspekt von Berufsmusiker:innen. Es macht durchaus was mit einem, wenn man alles, was man in Jahrzehnten einstudiert hat, in wenigen Minuten wortwörtlich auf die Bühne bringen muss!

Da auch ich selber erlebt habe, wie belastend Lampenfieber sein kann, habe ich mich in dieser Richtung fortgebildet und einen Lehrgang zur diplomierten Mentaltrainerin und Mentalcoach absolviert.

Dieses neue Wissen integriere ich seitdem mit viel Freude und Spaß in meinen Geigenunterricht und habe so mein eigenes Unterrichtskonzept entwickelt, in dem ich klassischen Geigenunterricht mit Aspekten und Techniken des mentalen Trainings bereichere und so eine umfassendere Wirkung, die auch über das Violinspiel hinausgeht, erzielen kann.

Ich bin der Überzeugung, dass der persönliche Ausdruck seiner Selbst nicht nur über die verbale Ebene erfolgt, sondern es auch auf vielen anderen Ebenen passiert. Die Musik ist in meinen Augen eine ganz zentrale Möglichkeit einen bewussteren Zugang zu sich selber herzustellen, seine Gefühle auszudrücken und sehr viel über sich selbst zu lernen.

„Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist.“ 

– Yehudi Menuhin

Und weil ich es liebe Menschen bei ihrem musikalischen Schaffen zu begleiten und zu unterstützen, erachte ich es als umso wichtiger nicht nur die Musik im Sinne des Erlernen der technischen Fertigkeiten zu betrachten, sondern mich auch mit dem Menschen zu befassen. Denn in meinen Augen kann man den Menschen nicht von der Musik trennen, die er/sie spielt. 

Dieses tiefgehende Interesse am Menschen hat mich schließlich dazu geführt, meinen Weg noch weiter zu vertiefen: Aktuell befinde ich mich in Ausbildung zur Psychotherapeutin. Dieses Wissen fließt behutsam in meine Arbeit ein und hilft mir, den Menschen hinter dem Instrument noch differenzierter wahrzunehmen – ohne den Rahmen des Unterrichts zu verändern.

Privat bin ich Mama zweier Kinder, habe einen wundervollen Mann, einen Toypudel, lache viel, liebe die Natur und lebe meine Begeisterung fürs Leben mit allem, was es mit sich bringt.